In Italien startete der Auftakt zur Weltcup-Saison im Skibergsteigen. Der Spanier Kilian Jornet und der Franzose Laetitia Roux waren die Sieger beim „Civetta Ski Raid“ in Italien. Bester Deutscher war Toni Steuer aus Oberstdorf, der sich Rang 12 sichern konnte.
Beim Skibergsteigen wird nicht mit dem Lift auf den Berg gefahren, um dann nur die Pistenabfahrt zu genießen – beim Skibergsteigen, das auch als Skitourengehen bekannt ist, wird auch das Besteigen der Berge mit den Skiern bewältigt. Auch hinsichtlich der Abfahrten nach dem gelungenen Aufstieg gibt es gravierende Unterschiede zum herkömmlichen Skifahren.
Beim Skibergsteigen werden keine präparierten Skipisten befahren, sondern es geht in unverspurtem Gelände bergab in Richtung Tal. Der Ursprung des Skibergsteigens oder Skitourengehen liegt noch weit vor dem heutigen Skilaufen entlang vorbereiter Pisten. Ende des 19. Jahrhunderts bereits war Skibergsteigen eine beliebte Sportart – schließlich gab es damals einfach noch keine Liftanlagen, die die Skifahrer bequem auf den Berg zu den Pistenabfahrten bringen. Damals gab es keine andere Möglichkeit, auf die Berge zu gelangen, als den Aufstieg mit den Skiern zu bewerkstelligen.
Skibergsteigen ist also die ursprüngliche Variante der heutigen Skiabfahrt. Dabei können die Skibergsteiger bereits beim Aufstieg absolut beeindruckende Erlebnisse an Naturschönheiten, Begegnungen mit Tieren und einfach die herrliche und bezaubernde Winterlandschaft genießen. Sehr beliebt bei den Skibergsteigern ist eine Abfahrt auf frischem Pulverschnee. Gerade diese Voraussetzungen bergen aber auch die Gefahren beim Skibergsteigen durch eine erhöhte Lawinengefahr, unter anderem beim Begehen steiler Hänge, aber natürlich auch bei den Abfahrten auf den Naturpisten.
Die Ausrüstung für das Skibergsteigen ist eine Kombination aus Ski- und Bergsteigausrüstung. So gehören Tourenskier mit einer Tourenskibindung, Skifelle mit Riemenbefestigung, eine Sicherheitsset für Lawinenabgänge und natürlich wetterfeste Kleidung zur notwendigen Ausrüstung. Des Weiteren sind für das Skibergsteigen erforderlich: Karte und Kompass, ein Notproviant, je nach Schneebedingungen Harscheisen und Teleskopstöcke sowie Pickel und weitere typische Ausrüstungsgegenstände für das Bergsteigen.
Bei den Skischuhen oder Skistiefeln sollte darauf geachtet werden, dass diese entweder weich sind oder aber mit einem Gelenk ausgerüstet sind. Zudem können gerade in steinigem oder felsigem Gelände Schuhe mit Profilsohle notwendig sein – schließlich kommt es manchmal auch vor, dass die Skier getragen werden müssen. Die Besteigung der Gipfel macht ebenfalls Profilsohlen unerlässlich, dadurch muss allerdings die Bindung auf die erhöhte Reibung angepasst werden. Für Gipfelbesteigungen beim Skibergsteigen sollten ausschließlich Tourenbindungen verwendet werden, da normale, herkömmliche Skibindungen für die dafür geeigneten Schuhe nicht mehr die erforderliche Sicherheit bieten. Zudem sollten die Skier für das Skibergsteigen auch mit Skistoppern ausgerüstet sein.