Die Trend- und Mannschaftssportart Beachvolleyball nahm ihren Anfang in den 20er-Jahren an den Stränden von Kalifornien. Lange galt Beachvolleyball als reiner Freizeit- und Funsport. 10 Jahre nach der Erfindung in den USA wurde die Sportart auch in Deutschland bekannt und konnte sich immer weiter zunehmender Beliebtheit erfreuen. Das geweckte Interesse der Medien steigerte die Popularität um ein Weiteres. Im Jahr 1992 fanden erste Masters-Turniere in Deutschland statt. Seit 1994 ist Beachvolleyball eine olympische Sportart und im Jahr 1997 fand die erste Weltmeisterschaft statt.
In den meisten Urlaubsdomizilen wird der Trend- und Mannschaftssport Beachvolleyball schon seit vielen Jahren im Rahmen der Animation als Freizeitaktivität angeboten, was sicherlich zu einer weiteren Steigerung der Popularität dieser Mannschaftssportart beitrug.
Heute ist Beachvolleyball zum einen ein Profisport und zum anderen ein Amateursport, der nicht nur in den Urlaubsländern am Strand ausgeübt werden kann. Vielmehr werden bei vielen Events und Veranstaltungen in Gemeinden und Städten zwischenzeitlich Turniere im Beachvolleyball ausgetragen. Viele Orte haben schon auf den Sportplätzen eigens angelegte, mit Sand aufgeschüttete Plätze für diese Mannschaftssportart. Selbst für die Weltmeisterschaft ist es nicht notwendig, dass diese in einem Land stattfindet, das Strände zu bieten hat – die WM 2007 beispielsweise fand in Gstaad statt, das in den Schweizer Bergen liegt.
Beachvolleyball – die wichtigsten Regeln
Beachvolleyball gehört zur Gruppe der Rückschlagspiele. 2 Mannschaften mit jeweils 2 Spielern treten dabei gegeneinander an und stehen sich auf einem durch ein Netz abgeteilten Spielfeld aus Sand gegenüber. Bei den Herrenmannschaften ist die Netzhöhe mit 2,43 m festgelegt – die den Mannschaften der Damen mit 2,24 m. Ziel des Spiels ist es, den Ball ohne Hilfsmittel über das Netz zu spielen, sodass dieser auf dem Boden des gegnerischen Spielfelds aufkommt. Dies will die Gegenmannschaft verhindern, indem versucht wird den Ball vor dem Bodenkontakt zu erreichen und zu halten.
Der Ballwechsel beginnt mit dem Aufschlag einer Mannschaft, wobei die Gegenmannschaft dabei freie Sicht auf den aufschlagenden Spieler haben muss. Bei jedem Gewinn des Aufschlagrechts müssen sich die Spieler beim Servieren abwechseln. Der Ball darf von den Mannschaften immer nur 3 Mal in Folge berührt werden, wobei die Spieler dabei abwechselnd Ballkontakt haben müssen – Ausnahmen sind Doppelberührungen direkt nach dem Block oder innerhalb einer Aktion, wenn zum Beispiel der Ball zuerst mit dem Arm und gleich danach mit der Hand in Kontakt kommt. Nach 3 Ballkontakten muss der Ball wieder über das Netz gespielt werden
Um die Sonnenbrillen zu putzen dürfen die Spieler das Spiel kurz unterbrechen – allerdings darf dies nicht als Taktik genutzt werden, den Spielfluss des Gegners zu stören. Dies hat eine Verwarnung des Schiedsrichters zur Folge. Bei Verletzungen von Spielern erfolgt eine Auszeit von 5 Minuten. Kann der verletzte Spieler oder die verletzte Spielerin das Spiel nach der Auszeit nicht fortsetzen, wird das Spiel abgebrochen und die Gegenmannschaft gilt als Sieger. Anders ist es bei einem Spielabbruch wegen plötzlich wechselnden Wetterbedingungen, wie starker Regen oder Sturm – dann wird das Spiel nur unterbrochen und später mit demselben Zwischenstand fortgesetzt.
Beachvolleyball – Punktevergabe
Sobald es einer Mannschaft nicht gelingt, den Ball ordnungsgemäß über das Netz zurückzuspielen, erhält die Gegenmannschaft einen Punkt. Nach dem Rallye-Point-System kann dabei sowohl beim eigenen, als auch beim gegnerischen Aufschlag gepunktet werden. Das Spiel läuft über 2 Gewinnsätze nach jeweils 21 Punkten. Sollte danach kein Sieger feststehen, erfolgt ein dritter Satz, in dem dann nur noch 15 Punkte zum Sieg benötigt werden. Um eine Benachteilung einer Mannschaft zu vermeiden – durch Blenden der Sonne oder durch die Windverhältnisse, werden nach jeweils 7 Punkten die Seiten gewechselt. Im entscheidenden dritten Satz wechseln die Mannschaften bereits nach 5 gespielten Punkten die Seiten.