Kitesurfen ist sowohl für die Kitesurfer faszinierend und ein herrliches Erlebnis, als auch für die Zuschauer, die sich von den rasanten Fahrten und Flügen sowie den imposanten Sprüngen der Funsportler begeistern lassen.
Kitesurfen ist eine Funsportart, die sich in den letzten Jahren aus dem Windsurfen entwickelt hat. Beim Kitesurfen, das auch als Kiteboarden bezeichnet wird, erfolgt die Fortbewegung auf dem Wasser auf dem Kiteboard mit Hilfe des Lenkdrachens, dem Kite. Durch den Lenkdrachen, der mit einem Schirm ausgerüstet ist, können beim Kitesurfen enorme Geschwindigkeiten erreicht und phänomenale Sprünge vollführt werden, wobei die Sprünge beim Kitesurfen schon fast als Flüge bezeichnet werden können.
Teilweise verwenden die Kitesurfer anstelle von speziellen Kiteboards einfach klassische Surfboards. Da Stürze ins Wasser beim Kitesurfen nicht auszuschließen sind, sichern manche Kiter das Board durch eine Leinenverbindung, die aufrollbar ist, um ein Wegtreiben zu verhindern. Dieser so genannte Boardleash ist mit dem Trapezgurt verbunden, was allerdings zu einem erhöhten Gefahrenpotential beiträgt. Der Kiter könnte beim Sturz relativ unsanft vom Board getroffen werden. Aus Sicherheitsgründen sollten die Kiter, die diese Leinenverbindung einsetzen, unbedingt einen Helm und eine entsprechende Prallschutzweste tragen. Da dies wiederum viele Kiter nicht tragen wollen, verzichten viele darauf und erschwimmen das Board, falls es weggetrieben werden sollte.
Für die Kites – die Lenkdrachen – stehen die unterschiedlichsten Varianten und Ausführungen für die Kiter zur Auswahl. Diese unterscheiden sich in der Angriffsfläche und in dem Winkel zum Wind – die Größe des verwendeten Schirms ist ebenso von der Windstärke abhängig, wie die Länge der Leinen, die vom Gurtzeug bis zum Schirm verlaufen. Gerade für Anfänger ist es wichtig, dass keine allzu großen Drachen eingesetzt werden, denn eine Verdoppelung der Windgeschwindigkeit hat eine Vervierfachung der Kräfte, die auf das Kite wirken, zur Folge. Zur Steuerung nutzen die Kitesurfer die Lenkstange, die im Fachjargon Bar genannt wird. Um eine Richtungsänderung zu bewirken, bewegen die Kitesurfer den Lenkdrachen behutsam auf die andere Seite und können die dann erfolgende Halse über die Kantensteuerung des Kiteboards unterstützen. Somit wird beim Kitesurfen sowohl über die Lenkstange, als auch über das Board gesteuert.
Wer diese faszinierende Sportart ausprobieren möchte, sollte sich nicht einfach eine entsprechende Ausrüstung kaufen, sondern sich besser in einer Kiteschule ausbilden lassen, in der die Ausrüstung leihweise zur Verfügung gestellt wird. Die Kiteschule vermittelt den Teilnehmern die Unterschiede, die zwischen den verschiedenen Boards und Lenkdrachen bestehen. Nachdem das Kitesurfen in der Kiteschule erlernt wurde, ist diese Funsportart lange nicht mehr so gefährlich, da die Kitesurfer dann bereits Erfahrung haben und zudem wird dadurch auch die Entscheidung für eine bestimmte Ausrüstung erleichtert.
Die Begeisterung für das Kitesurfen ist ständig zunehmend – auch viele Menschen mit Gehbehinderungen interessieren sich für diese Sportart. Kitesurfen ist für viele ein tolles Freizeitvergnügen und für diejenigen, die nur zusehen eine spektakuläre Darbietung.
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