Jul

16

2009

Zugspitzlauf – trotz den zwei Todesfällen im letzten Jahr und schlechter Wetterprognose nehmen über 500 Extremsportler teil

Abgelegt in Extremsport

Obwohl sich letztes Jahr ein tödliches Drama beim Zugspitzlauf 2008 abgespielt hat, bei dem 2 Männer ums Leben kamen, haben sich dieses Jahr mehr als 500 Teilnehmer zu diesem Extremsport angemeldet. Der Lauf auf den Gipfel der Zugspitze findet dieses Jahr am kommenden Sonntag, dem 26.07.09, statt und die Wetterprognosen stehen wiederum äußerst schlecht.

Einer der wohl anspruchsvollsten Events ist der Zugspitzlauf, bei dem die Extremsportler den Gipfel von Deutschlands höchstem Berg erklimmen. Im letzten Jahr waren etwa 600 Läufer in kurzer Sportkleidung gestartet. Die Extremsportler, die nur mit kurzen Hosen und T-Shirt bekleidet waren, litten zu Dutzenden an Unterkühlungen und mussten in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert werden. Für 2 der Teilnehmer im letzten Jahr kam jede Hilfe zu spät – sie brachen zusammen und starben.

Geübte Bergsteiger benötigen etwa 7 Stunden bis zum Gipfel der Zugspitze – der Rekord bei der Disziplin Extremberglauf liegt nach Angaben des Veranstalters bei 2 Stunden und 3 Minuten – dieser Rekord wurde beim Lauf in 2005 aufgestellt. Bis zum Ziel müssen die Sportler beim Zugspitzlauf in der Disziplin Extrem Nordic Walking 16,6 km und eine Höhe von 1.836 m überwinden.

Aufgrund der schlechten Wetterprognose müssen die Sportler beim Lauf am Sonntag mit einer deutlichen Abkühlung rechnen – auf der Zugspitze werden bis zu minus 4°C erwartet. Die Schneefallgrenze liegt laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes dann bei einer Höhe zwischen 2.000 und 2.300 m – die Null-Grad-Grenze wird sich zwischen einer Höhe von 2.500 und 2.800 m einpendeln. Zudem  wird für die Zugspitze für das Wetter zum Zugspitzlauf mit schauerartigem Schneefall ab einer Höhe von 2.300 m gerechnet. Das an sich schon schlechte Wetter wird noch verstärkt, da ein eisiger Wind mit bis zu 80 km/h über der Zugspitze erwartet wird. Die Bedingungen für den Zugspitzlauf sind somit auf jeden Fall äußerst schlecht und bergen erhöhte Gefahren für die Teilnehmer.

Der Veranstalter entzieht sich der Haftung bei eventuellen Zwischenfällen wie im letzten Jahr, in dem in der Ausschreibung darauf hingewiesen wird, dass jeder Teilnehmer sich anhand des aktuellen Wetterberichts orientieren muss und gemäß den persönlichen Belangen für eine entsprechend ausreichende Kleidung für die ganze Strecke selbst verantwortlich ist. Weiter wird darin ganz klar ausgedrückt, dass jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin auf eigene Verantwortung und Gefahr an den Start geht.

Bleibt zu hoffen, dass die Teilnehmer am Extremsport beim Zugspitzlauf 2009 alle heil am Ziel auf der Zugspitze ankommen und es nicht wieder zu tragischen Zwischenfällen kommt, wie im letzten Jahr.

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Eine Reaktion zu “Zugspitzlauf – trotz den zwei Todesfällen im letzten Jahr und schlechter Wetterprognose nehmen über 500 Extremsportler teil”

  1. | Trendsport Blog, am 8. Dezember 2011:

    [...] durchgehend oder in Form von drei Etappen in Angriff genommen werden. In Deutschland gilt der Zugspitzlauf als eine der größten [...]

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