Mrz

2

2009

Cliff Diving – eine faszinierende Extremsportart

Abgelegt in Extremsport

Cliff Diving ist eine faszinierende und spektakuläre Extremsportart. Die Technik der Cliff Diver basiert auf dem Turmspringen. Dabei tauchen die Klippenspringer im Gegensatz zu den Turmspringern nur selten mit dem Kopf voraus ins Wasser ein. Ein weiterer Unterschied liegt natürlich in der imposanten und atemberaubenden Umgebung beim Cliff Diving, die mit entsprechenden Gefahren verbunden ist. Zwischen dem Klippenspringen beim Cliff Diving und dem volkstümlichen Klippenspringen gibt es allerdings gravierende Unterschiede.

Das volkstümliche Klippenspringen

Bei dieser Sportart sind es meist junge Männer, die einfach von einer Klippe springen. Dabei wird nicht auf eventuelle Gefahren geachtet, auch die Wassertiefe wird zuvor meist nicht überprüft. Die einzigen Übereinstimmungen dieser Sportart mit dem Cliff Diving sind der Sprung von einer Klippe und das Eintauchen ins Wasser. Dagegen fehlen bei dem volkstümlichen Springen von Klippen jegliche Kunstsprünge, die beim Cliff Diving von den Extremsportlern gezeigt werden.

Das Cliff Diving der Extremsportler

Bevor die Cliff Diver von einer Klippe aus ihre kunstvollen Sprünge vollführen, wird zuerst die entsprechende Wassertiefe überprüft und die Gefahr eventuell vorhanden Felsen unter Wasser ausgeschlossen, sodass für eine exakte Kontrolle des Eintauchbereichs gesorgt ist. Dabei wird darauf geachtet, dass die Klippe etwas an den Felsen überhängt, was die Gefahr für die Akrobaten reduziert. Die Extremsportler können dabei eine Geschwindigkeit bis zu 50 km/h erreichen – dadurch wird der Aufprall auf das Wasser auf eine Belastung des 35-fachen Körpergewichts erhöht. Dies zeigt die Härte und die Gefahr dieser Sportart, die auf die Zuschauer so einfach und anmutend wirkt.
Ursprünglich kommt das Cliff Diving von den berühmten Klippenspringern bei Acapulco in Mexiko. Früher waren es Perlentaucher – Männer und Frauen, die nur durch die Sprünge von der Klippe die Perlen tief im Pazifik erreichen konnten. Als der Tourismus in Mexiko immer beliebter wurde, verwandelte sich das ursprüngliche Perlentauchen in eine spektakuläre Touristenattraktion. Die atemberaubenden und kunstvollen Sprünge der Akrobaten von den Felsen bei La Quebrada begeistern Touristen und Einheimische gleichermaßen. Die Sprünge bei den Klippen von Acapulco sind dabei nicht ungefährlich – denn die Klippen sind dort nicht überhängend. Dadurch müssen die Sportler sehr weit nach vorne springen, um nicht am Felsen aufzuprallen. Diese beeindruckenden Vorführungen haben die Extremsportart populär und beliebt gemacht, sodass bereits im Jahr 1997 erste Wettbewerbe im Cliff Diving stattfanden.

Das Wettkampfniveau liegt bei europäischen Wettbewerben in einer Absprunghöhe von 13 bis 22 Metern – im Worldcup kann die Absprunghöhe auf bis zu 28 Meter angesetzt werden.
Bei den Wettbewerben führen die Sportler während des Sprunges schwierige Figuren vor – Schrauben in den unterschiedlichsten Variationen oder Salti vor- oder rückwärts, bevor sie nahezu geräuschlos ins Wasser eintauchen. Hier zeigt sich auch ein weiterer Unterschied zum Turmspringen – denn beim Cliff Diving wird nicht oder nur sehr selten mit dem Kopf voraus ins Wasser eingetaucht. Dies würde für die Sportler eine zu starke Belastung der Hals- und Schultermuskulatur aus der enormen Sprunghöhe über mehrere Sprünge am Tag bedeuten. Um die Gefahren bei den Wettbewerben zu minimieren, sind immer Rettungstaucher in der Nähe der Eintauchbereiche in Einsatzbereitschaft.

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