Nov

8

2009

Das Fieber der Trendsportarten

Abgelegt in Allgemein

Jeder Sportler kennt es, hat einem das Fieber erstmals ergriffen, muss trainiert werden. Vor gut einem Jahrzehnt ist es ausgebrochen – das Triathlonfieber. Zuerst nur als kleine Veranstaltung, wo sich Freaks abquälten. Mit den Jahren und mit dem Namen IRONMAN wurde aus kleinen Veranstaltungen plötzlich eine Massenveranstaltung. Jeder, der was auf sich hält, muss auf einmal bei einem Triathlon starten. Auch wenn ein Sportler nur Talent für eine Disziplin hat und bei den anderen gerade mitkommt, so muss er doch zumindest einmal eine Langdistanz absolviert haben.


Noch besser, wenn die Langdistanz IRONMAN heißt. Denn für die selbsternannten Profis zählt ein IRONMAN mehr als eine gewöhnliche Langdistanz. Doch den wirklichen Freaks wird auch das zu langweilig, und sie suchen nach einer größeren Herausforderung. Zu den drei Disziplinen muss noch eine vierte her. Natürlich wäre auch Paragleiten oder Fallschirmspringen eine Möglichkeit, doch diese ist wohl für viele zu teuer und beinhaltet auch nicht die gleich körperliche Herausforderung.

Am einfachsten und auch für das normale Schwimmtraining von Vorteil, wäre als vierte Sportart das Paddeln. Man stärkt seine Brustmuskulatur und hat so auch gleich einen Vorteil für die Schwimmdisziplin. Doch wie soll man auf so viele Sportarten trainieren? Als normaler Hobbysportler ist es kaum machbar, so viel Zeit ins Triathlontraining zu stecken. Jede Disziplin gehört auf seine eigene Art trainiert. In jeder Disziplin muss man immer wieder Reize setzen und das über das ganze Jahr hinweg.

Schon ein Trainingsaufbau für einen Triathlon ist sehr zeitaufwändig und geht oft auf die Kosten des sozialen Umfeldes. Die Familie und der Beruf werden auf einmal vernachlässigt und man hat nur noch den Sport im Kopf. Natürlich kann man die Sportdisziplin, in der man Talent, hat etwas weniger stark trainieren, aber darauf verzichten darf man auf keinen Fall. Bei einem Quartathlon ist das Trainingspensum noch schwieriger zu erfüllen.

Noch eine Disziplin mehr, erfordert auch mehr Training. Klar für Profis ist das einfach zu handhaben. Sie haben die Zeit und bekommen das Geld, um sich dieses Leben leisten zu können. Dafür haben sie allerdings einen hohen Leistungsdruck. Im Gesamten wird es interessant sein, wann der Boom vorbei ist oder ob er sich noch mehr ausweitet. Wie weit die Preise noch steigen und wann es für die Freizeitsportler genug ist.

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